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Chelat-Therapie (Begleitende Therapie bei Arteriosklerose)
Chelat-Therapie (Begleitende Therapie bei Arteriosklerose)
Allgemeine Beschreibung
Die Chelat-Therapie beschreibt ein ambulantes naturheilkundliches Verfahren zur Ausleitung von Schwermetallen sowie zur begleitenden Unterstützung bei Gefäßwandverkalkungen (Arteriosklerose) im Rahmen ganzheitlicher Behandlungskonzepte.
Stellenwert operativer Verfahren
In der modernen Medizin stellen operative Verfahren wie Stentimplantationen oder Bypass-Operationen etablierte Maßnahmen dar, insbesondere bei akuten Gefäßverschlüssen oder hochgradigen Engstellen. Diese Eingriffe können lebensrettend sein und werden gezielt eingesetzt, um die Durchblutung einzelner betroffener Gefäßabschnitte wiederherzustellen. Gleichzeitig betreffen arteriosklerotische Veränderungen häufig das gesamte Gefäßsystem, sodass ergänzende konservative Maßnahmen in vielen Fällen Bestandteil langfristiger Behandlungskonzepte sein können.
Hinweise auf Durchblutungsstörungen
Typische Hinweise auf eine eingeschränkte Durchblutung können sein:
- Angina pectoris
- Claudicatio intermittens
- Amaurosis fugax
Diese Beschwerden stehen häufig im Zusammenhang mit Stenosen, also Gefäßverengungen, die sich im Verlauf entzündlicher Gefäßveränderungen und arteriosklerotischer Plaquebildung entwickeln können. Da Arteriosklerose als systemischer Prozess verstanden wird, zielen komplementärmedizinische Verfahren häufig darauf ab, die Gefäßgesundheit insgesamt zu unterstützen.
Wirkprinzip der Chelat-Therapie
Im Rahmen der Chelat-Therapie wird häufig der Wirkstoff EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) eingesetzt. EDTA bildet mit Metallionen stabile Chelatkomplexe, wodurch bestimmte Metallionen gebunden und über die Nieren ausgeschieden werden können. In der komplementärmedizinischen Anwendung wird davon ausgegangen, dass durch die Bindung bestimmter Metalle oxidative Prozesse reduziert und entzündliche Gefäßreaktionen günstig beeinflusst werden können.
Schwermetalle stehen in Zusammenhang mit der Bildung freier Radikale. Deren Verringerung kann mit einer Reduktion oxidativer Belastungen und einer möglichen Unterstützung der Gefäßfunktion verbunden sein. Diskutiert werden in diesem Zusammenhang auch Einflüsse auf:
- die Gefäßelastizität
- die Mikrozirkulation
- entzündliche Prozesse der Gefäßwände
Das an Eiweiß gebundene Kalzium bleibt dabei unbeeinflusst, sodass keine Auswirkungen auf die Knochenmineralisierung zu erwarten sind.
Einfluss auf Gefäßfunktion und Lebensstilfaktoren
Eine mögliche Verringerung entzündlicher Aktivität kann darüber hinaus die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) begünstigen, welches gefäßerweiternde Eigenschaften besitzt und eine physiologische Durchblutung unterstützt. Parallel werden in ganzheitlichen Therapiekonzepten Lebensstilfaktoren wie:
- Ernährung
- Bewegung
- Rauchstopp
- Stoffwechselparameter
einbezogen, da diese wesentlich an der Entstehung arteriosklerotischer Veränderungen beteiligt sind.
Diagnostische Verlaufskontrolle
Zur therapeutischen Verlaufskontrolle können – je nach individueller Situation – verschiedene diagnostische Parameter herangezogen werden, unter anderem:
- ultrasensitives CRP (hs-CRP)
- Intima-Media-Dicke (IMT)
- Gesamtcholesterin
- HDL / LDL
- Triglyceride
- Homocystein
- Lipoprotein(a)
Studienlage
Wissenschaftliche Untersuchungen zur EDTA-Chelattherapie beschäftigen sich unter anderem mit möglichen Veränderungen der:
- Gefäßsituation
- Durchblutung
- kardiovaskulären Ereignisse
- funktionellen Parametern (z. B. Gehstrecke bei pAVK-Patienten)
Ergebnisse einzelner Studien weisen auf mögliche unterstützende Effekte im Rahmen umfassender Therapiekonzepte hin; die Bewertung erfolgt weiterhin differenziert und abhängig von Studiendesign und Patientengruppe.
Mögliche Einsatzgebiete
Zusammenfassend wird die Chelat-Therapie in der naturheilkundlichen Praxis unter anderem begleitend eingesetzt bei:
- Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Rahmen komplementärer Begleittherapie
- pAVK
- diabetischen Gefäßerkrankungen
- Angina pectoris
- Schwermetallbelastungen und Schwermetallvergiftungen
- rheumatischen Erkrankungen
- Autoimmunerkrankungen
- Allergien
- Fibromyalgie
- chronischem Müdigkeitssyndrom
Die Chelat-Therapie wird dabei üblicherweise als Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes eingesetzt, das:
- diagnostische Abklärung
- individuelle Risikofaktoren
- Lebensstilmaßnahmen
- weitere therapeutische Ansätze
berücksichtigt.
Hinweis
Hinweis: Die dargestellten Informationen zur Chelat-Therapie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine individuelle heilkundliche Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Die Behandlungen in unserer Praxis erfolgen im Rahmen der Tätigkeit als Heilpraktiker auf Grundlage einer individuellen Anamnese, Diagnostik und therapeutischen Einschätzung. Die beschriebenen Anwendungsgebiete und möglichen Therapieeffekte stellen kein Heilversprechen dar. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen und sind abhängig von Ausgangsbefund, Begleiterkrankungen, Lebensstilfaktoren sowie weiteren persönlichen Voraussetzungen. Bei akuten Beschwerden oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte zusätzlich eine ärztliche Abklärung erfolgen.
