Lexikon

Quick-Wert – Laborparameter zur Beurteilung der Blutgerinnung

Definition

Der Quick-Wert erhielt seinen Namen von dem amerikanischen Arzt Armand J. Quick und beschreibt einen Laborparameter zur Erfassung der Fähigkeit zur Blutgerinnung.

Dieser Gerinnungswert wird auch als Thromboplastinzeit bezeichnet. Er gibt an, ob der sogenannte exogene Teil des Gerinnungssystems funktioniert und dient damit zur Diagnose von Störungen der Blutgerinnung.

Bedeutung des Messwertes

Das Ergebnis des Quick-Werts wird in Prozent (%) angegeben. Der Mittelwert liegt bei etwa 100 %.

  • Werte über 100 % weisen auf eine erhöhte Fähigkeit zur Blutgerinnung hin.
  • Niedrigere Werte weisen auf eine verminderte Fähigkeit zur Blutgerinnung hin.

Geringfügig erhöhte oder verminderte Quick-Werte sind häufig nicht klinisch relevant, da der Wert von 100 % einen festgelegten Mittelwert darstellt und verschiedene Faktoren zu leichten Abweichungen führen können. Auch unterschiedliche Empfindlichkeiten der Reagenzien und Messgeräte in verschiedenen Laboren können leichte Unterschiede verursachen.

Einsatzbereiche

Der Quick-Wert wird insbesondere bestimmt:

  • bei der Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten
  • zur präoperativen Kontrolle vor operativen Eingriffen
  • zur Diagnostik von Gerinnungsstörungen
  • zur Beurteilung der Leberfunktion

Ursachen erniedrigter Quick-Werte

Zu niedrige Werte weisen auf eine verminderte Fähigkeit zur Blutgerinnung hin. Ursachen können sein:

  • Einsatz von Antikoagulantien
  • Hepatopathien (Lebererkrankungen)
  • Vitamin-K-Mangel
  • Verbrauchskoagulopathie
  • Mangel an Gerinnungsfaktoren

Da die meisten Gerinnungsfaktoren in der Leber produziert werden, kann über die Messung des Quick-Werts auch eine Leberfunktionsstörung erkannt und ihr Verlauf dokumentiert werden.