Einleitung

Diese Übersicht stellt die typischen Herkunfts- und Expositionsquellen der auf dieser Website behandelten Metalle und Metalloide dar. Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, wie Metalle in die Umwelt, die Nahrungskette und letztlich in den menschlichen Körper gelangen.

Die genannten Quellen stellen keine zwangsläufige Gesundheitsgefährdung dar, sondern beschreiben die häufigsten und medizinisch relevanten Ursprünge. Entscheidend für die gesundheitliche Bewertung sind Menge, Dauer und Aufnahmeweg.

Übersicht: Metalle und ihre typischen Herkunftsquellen

Die folgenden Metalle und Metalloide sind alphabetisch sortiert.

Aluminium

  • Lebensmittelverarbeitung (Backwaren, Käse, Fertigprodukte)
  • Lebensmittelzusatzstoffe (z. B. Trenn- und Backmittel)
  • Kochgeschirr, Folien, Verpackungen
  • Trinkwasser (Aufbereitung, Rohrmaterialien)
  • Kosmetika (Deodorants, Cremes)
  • Industrieemissionen und Umweltstaub

Antimon

  • Kunststoffverpackungen (PET-Flaschen, Lebensmittelverpackungen)
  • Textilien (Flammschutzmittel, Ausrüstung)
  • Industrieemissionen (Kunststoff- und Metallverarbeitung)
  • Reifen- und Bremsabrieb
  • Umweltbelastung von Böden und Gewässern

Arsen

  • natürlich arsenhaltiges Trinkwasser (regional)
  • Reis, Reisprodukte und Getreide
  • Meeresfrüchte (organische Arsenverbindungen)
  • Industriealtlasten und Bergbau
  • Holzschutzmittel und Pestizide (historisch)

Barium

  • geologisch bedingte Trinkwasserbelastung
  • Industrieabwässer
  • Farben, Pigmente und Lacke
  • Bohr- und Schmierstoffe
  • technische Anwendungen

Beryllium

  • Luftfahrt- und Rüstungsindustrie
  • Elektronik- und Präzisionsfertigung
  • Legierungen für Spezialanwendungen
  • industrieller Staub (Arbeitsplatzexposition)

Bismut

  • Arzneimittel (Magen-Darm-Präparate)
  • Kosmetika und Pigmente
  • Ersatz für Blei in Legierungen
  • Industrieprodukte

Blei

  • Altlasten in Gebäuden (Farben, Rohre, Dachmaterialien)
  • Trinkwasser aus alten Leitungssystemen
  • kontaminierte Böden und Hausstaub
  • Industrieemissionen, Recyclingprozesse
  • Munition und Jagdzubehör

Bor

  • pflanzliche Lebensmittel (Obst, Nüsse, Gemüse)
  • Trinkwasser (natürliche Gehalte)
  • Düngemittel und Landwirtschaft
  • Glas- und Keramikindustrie
  • Holzschutz- und Reinigungsmittel

Cadmium

  • Zigarettenrauch (aktive und passive Exposition)
  • Phosphatdünger in der Landwirtschaft
  • belastete Böden und Pflanzen
  • Getreide, Gemüse, Pilze
  • Industrieemissionen und Batterierecycling

Caesium

  • Umweltkontamination nach Reaktorunfällen
  • kontaminierte Lebensmittel (Pilze, Wildfleisch)
  • industrielle Sonderanwendungen
  • medizinische Diagnostik (Spezialfälle)

Chrom (III & VI)

  • Edelstahlverarbeitung und Metallindustrie
  • Ledergerbung
  • Farben, Lacke und Pigmente
  • Holzschutzmittel
  • Industrieemissionen und Abwässer

Gallium

  • Halbleiter- und Elektronikindustrie
  • LED- und Solartechnik
  • medizinische Diagnostik und Therapie
  • Industrieabfälle

Gadolinium

  • MRT-Kontrastmittel (medizinische Anwendung)
  • Krankenhausabwässer
  • Anreicherung in Flüssen und Seen
  • Kläranlagenrückstände

Germanium

  • Nahrungsergänzungsmittel und alternativmedizinische Präparate
  • Elektronik- und Glasfaserindustrie
  • Industrieabfälle
  • Speziallegierungen

Gold

  • Zahnmedizinische Materialien
  • Schmuck und Uhren
  • medizinische Implantate
  • Elektronikindustrie

Indium

  • Touchscreens, Displays und LCD-Technik
  • Elektronik- und Halbleiterindustrie
  • industrielle Emissionen
  • Recyclingprozesse

Iridium

  • medizinische Implantate
  • Labor- und Messtechnik
  • Speziallegierungen

Kupfer

  • Trinkwasserleitungen und Armaturen
  • Lebensmittel (natürliche Gehalte)
  • Münzen und Haushaltsgegenstände
  • Industrieemissionen
  • Kupferhaltige Pflanzenschutzmittel

Lithium

  • Arzneimittel (psychiatrische Therapie)
  • Trinkwasser (Spuren)
  • Batterien und Akkus
  • Industrieabwässer

Mangan

  • Lebensmittel (Getreide, Nüsse, Gemüse)
  • Trinkwasser (geologisch)
  • Schweißarbeiten und Metallverarbeitung
  • Industrieemissionen

Molybdän

  • Lebensmittel (Hülsenfrüchte, Getreide)
  • Trinkwasser
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Metall- und Stahlindustrie

Nickel

  • Schmuck, Piercings, Knöpfe
  • Edelstahlprodukte
  • Münzen
  • Industrieemissionen
  • Hausstaub und Bodenbelastung

Palladium

  • Dentallegierungen
  • Autoabgaskatalysatoren
  • medizinische Implantate
  • Industrieemissionen

Platin

  • Autoabgaskatalysatoren
  • Krebsmedikamente
  • Implantate und Medizinprodukte
  • Industrieprozesse

Quecksilber

  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Industrieemissionen
  • historische Messgeräte (Thermometer)
  • Amalgamfüllungen (historisch)
  • Umweltanreicherung

Silber

  • medizinische Anwendungen (antimikrobiell)
  • Beschichtungen und Textilien
  • Schmuck und Haushaltsgegenstände
  • Industrieemissionen

Strontium

  • Trinkwasser (geologisch)
  • Lebensmittel (pflanzliche Herkunft)
  • Medikamente und Präparate
  • Industrieemissionen

Thallium

  • Erzverarbeitung und Bergbau
  • Industrieemissionen
  • kontaminierte Böden und Altlasten

Titan

  • medizinische Implantate
  • Pigmente (Titanoxid in Farben und Kosmetika)
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • Industrieemissionen

Uran

  • geologisch belastetes Trinkwasser
  • Bergbau und Abraum
  • Umweltkontamination

Vanadium

  • Öl- und Energieindustrie
  • Stahl- und Metallverarbeitung
  • Industrieemissionen
  • Umweltstaub

Wolfram

  • Werkzeug- und Metallindustrie
  • Schleif- und Schneidprozesse
  • Staubexposition am Arbeitsplatz

Zink

  • Lebensmittel (natürliche Gehalte)
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Verzinkte Metalle
  • Kosmetika und Salben

Zinn

  • Konservendosen
  • Lötmaterialien
  • Kunststoffe (Stabilisatoren)
  • Industrieemissionen

Zirkonium

  • medizinische Implantate
  • Keramik- und Zahnmaterialien
  • Industrieanwendungen

Einordnung

Diese Übersicht verdeutlicht, dass die meisten Metallbelastungen nicht aus natürlichen Ernährungsbedürfnissen, sondern aus Umwelt-, Industrie- und Technikquellen stammen. Eine bewusste Auseinandersetzung mit Herkunftsquellen ist daher ein zentraler Bestandteil der Prävention.

Hinweis: Diese Übersicht dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapie und enthält keine Heilversprechen.