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Omega-6-Fettsäuren – Essenzielle Fettsäuren für Zellstruktur und Regulationsprozesse
Definition
Omega-6-Fettsäuren gehören zu den essenziellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann und daher regelmäßig über die Nahrung aufnehmen muss. Sie sind wichtige Bestandteile von Zellmembranen, an der Bildung biologisch aktiver Botenstoffe beteiligt und übernehmen zentrale Funktionen in verschiedenen Stoffwechsel- und Regulationsprozessen.
Kurze Einführung
Omega-6-Fettsäuren sind für zahlreiche physiologische Funktionen notwendig, insbesondere für Zellwachstum, Hautfunktion, Immunregulation und die Bildung bestimmter Gewebshormone (Eicosanoide). Für eine ausgewogene Stoffwechselregulation ist neben der ausreichenden Aufnahme vor allem das Verhältnis zu Omega-3-Fettsäuren von Bedeutung.
Herkunft und natürliche Quellen
Wichtige Nahrungsquellen sind:
- Sonnenblumenöl
- Distelöl
- Maiskeimöl
- Sojaöl
- Sesamöl
- Nüsse und Samen
- verschiedene pflanzliche Lebensmittel
Welche Omega-6-Fettsäuren gehören dazu?
Linolsäure (LA, C18:2)
- wichtigste essentielle Omega-6-Fettsäure
- dient als Ausgangssubstanz für weitere Omega-6-Fettsäuren
- beteiligt am Aufbau von Zellmembranen
- wichtig für Haut- und Barrierefunktionen
Gamma-Linolensäure (GLA, C18:3)
- entsteht aus Linolsäure im Stoffwechsel
- kommt auch in bestimmten Pflanzenölen (z. B. Nachtkerzenöl, Borretschöl) vor
- beteiligt an regulatorischen Stoffwechselprozessen
Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLA, C20:3)
- Zwischenprodukt im Omega-6-Stoffwechsel
- beteiligt an der Bildung regulatorischer Gewebshormone
- Bestandteil von Zellmembranen
Arachidonsäure (AA, C20:4)
- entsteht aus Linolsäure oder wird über tierische Lebensmittel aufgenommen
- Bestandteil von Zellmembranen
- Ausgangssubstanz verschiedener Gewebshormone und lokaler Botenstoffe
- beteiligt an Immun- und Entzündungsreaktionen
Adreninsäure (C22:4)
- kommt in kleineren Mengen in Geweben vor
- strukturelle Bedeutung in Zellmembranen
- beteiligt an Lipidstoffwechselprozessen
Funktion im Körper
Omega-6-Fettsäuren erfüllen zahlreiche physiologische Aufgaben:
- Aufbau und Stabilität von Zellmembranen
- Beteiligung an Zellwachstum und Geweberegeneration
- Bildung von Gewebshormonen und regulatorischen Botenstoffen
- Unterstützung der Hautbarrierefunktion
- Beteiligung an Immun- und Regulationsprozessen
Ihre Wirkung erfolgt im Zusammenspiel mit Omega-3-Fettsäuren, wodurch das Verhältnis der Zufuhr für viele Regulationsprozesse relevant sein kann.
Speicherung und Verwertung
Omega-6-Fettsäuren werden in Zellmembranen, im Fettgewebe sowie in verschiedenen Organen gespeichert und kontinuierlich in Stoffwechsel- und Regulationsprozesse eingebunden.
Mögliche Hinweise auf eine unzureichende Versorgung
Eine sehr niedrige Aufnahme kann mit funktionellen Veränderungen in Verbindung stehen, beispielsweise:
- trockene oder schuppige Haut
- beeinträchtigte Hautbarriere
- Veränderungen im Fettsäureprofil der Zellmembranen
Diese Zeichen sind unspezifisch und können unterschiedliche Ursachen haben.
Diagnostik
Der Fettsäurestatus kann durch spezielle Blutuntersuchungen bestimmt werden, bei denen die Fettsäurezusammensetzung der Erythrozytenmembranen oder des Serums analysiert wird.
Unterstützende Maßnahmen
Zur Sicherstellung einer ausgewogenen Versorgung können beitragen:
- Verwendung natürlicher pflanzlicher Öle und Samen
- abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen Nuss- und Samenarten
- Beachtung eines ausgewogenen Verhältnisses von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Therapie.
